Der Mannschaftsführer der 7. Mannschaft Helmut Schallock hat mir für Euch einen Bericht zukommen lassen.

Liebe Schachspieler*innen,
 
wieder gab es spannende Spiele gegen starke Gegner, wir konnten neben 4 Remis an den Brettern 3, 6,7 und 8 aber nur durch Michael Knoop an Brett 5 einen Sieg erzielen und verloren an den Brettern 1,2 und 4.
 
An den Brettern 1 und 2 waren unsere Gegner 275 (!) und 129 DWZ stärker als Steffen und Herbert, so dass die Siege von Gerhard Müller und Dirk Lohse keine Überraschung sein konnten. Gerhard Müller wurde zudem erst kurz vor unserem Wettkampf beim Ligareferenten von SK Nürnberg 1911 an Platz 1 nachgemeldet, so dass Dirk Lohse auf Platz 2 verschoben wurde.
 
 
 
3 SK Nürnberg 1911 4 DWZ - SC Noris-Tarrasch Nürnberg 7 DWZ 5 - 3
1 1 Müller, Gerhard 1619 - 2 Hoffmann, Steffen 1344 1 - 0
2 2 Lohse, Dirk 1517 - 4 Mannß, Herbert 1388 1 - 0
3 3 Haupt, Werner 1472 - 5 Schlicht, Benedicte 1455 ½ - ½
4 5 Petermann, Harald 1417 - 6 Wensky, Michael 1411 1 - 0
5 8 Pirsohn, Jakob 1278 - 7 Knoop, Michael 1510 0 - 1
6 9 Dasbach, Hans 1212 - 8 Schallock, Helmut 1378 ½ - ½
7 11 Kelmendi, Lirian 1256 - 9 Schneider, Reinhard 1339 ½ - ½
8 12 Sauermann, Peter 1093 - 10 Nerreter, Bernd 1404 ½ - ½
Schnitt: 1358 - Schnitt: 1403  
 
An den Brettern 5-8 waren wir DWZ stärker, konnten diese „Papierform“ - außer Michael Knoop – aber nicht in Siege ummünzen. An Brett 8 ging es mit dem Gegner Peter Sauermann chaotisch zu, so dass ich wegen dessen falschen Zugangaben mehrfach als Spielführer zu Hilfe kommen mußte und dadurch meine Konzentration auf das eigene Spiel stark litt. Entnervt schlug Bernd Remis vor, das vom deutlich schwächeren Gegner dankbar angenommen wurde. Aber mit einem Sieg von Bernd hätten wir auch noch 3 1/2 : 4 1/2 verloren. Jedenfalls muss als Verbesserung und Unterstützung von Bernd in Zukunft immer ein Spielassistent von uns an seinem Brett die gegnerischen Züge mitverfolgen und deren korrekte Wiedergabe ansagen und auf dem Brett kontrollieren!
 
Mein eigenes Spiel endete auch Remis, obwohl mein Gegner 166 DWZ weniger als ich hatte. Ich versäumte einen Bauerngewinn beim vom Gegner angedrohten und von mir leicht zu verhindernden Damentausch. Allerdings war dann nach dem Damenabtausch das Bauernendspiel auch vom Gegner nicht mehr zu gewinnen, weil ich die Königsopposition hätte halten können.
 
Michael Wensky hatte beim Angriff des Gegners mit dem Springer auf seine Dame die Möglichkeit eines Figurengewinns mit seinem Läufer, bemerkte aber diese Chance nicht, vielleicht wegen der schon angespannten Zeitsituation. Beim Figurengewinn hätte Michael das Spiel sowohl noch gut über die Zeitkontrolle gebracht als auch das entstandene Übergewicht langfristig in einen Sieg verwandeln können.
 
Aber das sind eben die Unwägbarkeiten eines Schachspiels, dass nicht alle vorteilhaften Fortsetzungen gefunden und konsequent genutzt werden.
 
Jedenfalls gehört unsere Mannschaft zur oberen Hälfte der Mannschaften der K 3. Ich betrachte dies als Erfolg und vielleicht finden wir alle Zeit zu einer kleinen Feier, z. B. am Freitag, 24. Mai vor oder nach den Spielen der 9. Runde? Was meint Ihr?
 
Mit den besten Wünschen und mit herzlichen Grüßen
 
Helmut Schallock